Linening

Die ortsbezogene Videoperformance Lineing im “Haus der Klage” bei Pütz-Roth, beschäftigt sich mit Spuren, die wir als Menschen hinterlassen.
In weiße Ganzkörperanzüge gekleidet, anonymisieren wir unsere Körper und gleichzeitig verschwinden diese fast vor der weißen Wand. Wir werfen uns in verschiedene Posen. Ein grober Umriss unserer oberen Körperhälften wird mit rotem und orangenem Klebeband nachgezogen.
Es entstehen zwei sich kreuzende Linien, welche Herzrhythmus? Melodielinie? Der Rhythmus wird durch das Abziehen des Bandes und der Pose vorgegeben. Wieviel Körper erkennt man noch oder bleibt nur die linienhafte Zeichnung in Erinnerung?

Entwickelt wurde diese Installation für das Jahreskünstlerstipendium von Pütz-Roth, Bergisch Gladbach.
Im „Haus der Klage“, Pütz-Roth | Architektin Dagmar Ditzer

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ABOUT JELLYSPOOR

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JELLYSPOOR
sind das Künstlerduo
Evamaria Schaller & Andreas Gehlen

Andreas Gehlen wurde 1969 in Bonn geboren.  Er wuchs in Chile, Jugoslawien, Rumänien und Spanien auf. 1996-2003 Studium der Freien Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig bei Mara Mattuschka, Thomas Virnich, Raimund Kummer und Tomas Schmit. 2003 Meisterschüler bei Prof. Walter Dahn, anschließend freischaffender Künstler. Andreas Gehlens Arbeit beschäftigt sich mit einem Blick auf die Welt, die die vorhandene spiegelt. Er ist ein Sammler und dieser Akt des Sammelns ist der erste Ausgangspunkt jedes künstlerischen Prozesses. Gehlen sucht bizarre Alltagsgegenstände, die unscheinbar, oft unbemerkt oder nicht definiert sind, und verwandelt sie in neue Zusammenhänge. Diese Objekte können Bilder oder Elemente der Vergangenheit mit einer historischen Erzählung oder seiner eigenen Vergangenheit kombinieren. Durch seine Prozesse der Forschung entwickelt er Zeichnungen, Readymades oder Grafiken sowie Arbeiten im Stadtraum oder raumbezogene Installationen.
www.andreasgehlen.com

Evamaria Schaller wurde 1980 in Graz (Österreich) geboren. Nach Studien in Graz, Salzburg und Prag schloss sie 2007-2011 ein Postgraduierten-Studium an der Kunsthochschule für Medien, Köln, ab. Sie arbeitet als freie Künstlerin in Deutschland und Österreich. 
Evamaria Schallers Arbeit oszilliert zwischen Performancekunst, Film und Installation. Sie arbeitet mit dem Medium Film als Dokumentarinstrument und körperlich-erzählerischem Partner. In ihren Videoperformances nutzt sie filmische Aufnahmen, um Körper und Raum in skulpturale Handlung zu fragmentieren. In ihren Live-Performances beschäftigt sie sich mit alltäglichen Aktionen und ihrer Absurdität. Schallers eigener Körper ist ihr Maßstab und formt ihre künstlerische Raumforschungsprozesse. In ihren Untersuchungen reflektiert und interveniert sie mit ortsspezifischen Bedingungen durch einfache, klare Gesten. Sie verwandelt und dekontextualisiert alltägliche Materialien oder Fundstücke und verformt diese zu installativ-bewegten Handlungen.
www.efeumaria.com

Seit 2013 agieren Andreas Gehlen und Evamaria Schaller als Künstlerkollektiv JELLYSPOOR. Sie verschmelzen filmisch-performative Raumforschung und installativ-malerische Bildhauerei zu einer eigenen künstlerischen Sprache.
JELLYSPOOR arbeitet im urbanen Raum oder bringt haptische Momente in den White Cube. Das mögliche Scheitern ist stets Bestandteil des Arbeitsprozesses und eröffnet
neue Ebenen der Kontextualisierung durch spontane Interaktion mit Raum, Zeit, Gesellschaft. Das gegenseitige Lernen voneinander sieht das Künstlerkollektiv als Potential künstlerischen Ausdrucks und die gemeinschaftliche Arbeitsweise als Spiegelung zeitgenössischer Kunst-Prozesse: Ihre Projekte sind Versuchsanordnungen die als Environment, Installations-, Urban-Art oder Performancekunst zur ästhetischen Strategie geformt werden.
“Wir verstehen unter dem Begriff der Bildhauerei einen künstlerischen Ausgangspunkt, der sich im Wahrnehmen des Raumes, dem Wahrnehmen des Ichs im Raum und der Annäherung an das Wesentliche dieses Prozesses manifestiert.”

(2017 © JELLYSPOOR)

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JELLYSPOOR
is the artist duo
Evamaria Schaller & Andreas Gehlen 



Andreas Gehlen´s solo work deals with a view of the world which mirrors the present. He is a collector and this act of collecting is the initial starting point of every artistic process. Gehlen looks for bizarre, everyday objects, which are unimposing, often unnoticed or undefined and transforms them into new contexts. Those objects can be images or items of the past with an historical narrative or objects out of his own private past. Through his processes of research he develops drawings, ready mades or graphics, as well as works in urban space or space related installations.
www.andreasgehlen.com

Evamaria Schaller´s solo work oscillates between performance art, film and installation. She works with the media film as a documentary instrument. Film with its bodily materiality is a central theme. In her videoperformances she uses the recordings to fragment the body into moving particles. In her Live-Performances she deals with daily actions and its absurdity. Schaller´s own body is her measure. In her examinations she reflects and intervenes with site specific conditions and creates actions or installations through simple, clear gestures. She transforms and decontextualises daily materials or found footage and combines all of it in installations.
www.efeumaria.com

Since 2013 Andreas Gehlen and Evamaria Schaller are joined in the artist collective JELLYSPOOR. They combine filmic-performative space-research with installativ-pictoral sculpting to a distinct artistic langauge.
JELLYSPOOR works in urban space and the white cube. Possible failure is always part of the artistic work process and opens up possibilities of spontaneous interaction with space, time and societey. Mutual learning through joint efforts as an artist collective gives potential to the artistic expression. The collaborative way of working can be seen as reflection of contemporary art processes: their projects are experimental arrangements that are shaped through their aesthetic strategy as an environment, installation, urban art or performance art.
“We see sculpting as artistic starting point, which manifests in perception of space, the awareness of the self in space and the approximation of this process.”

(2017 © JELLYSPOOR)

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